„Alles, was ihr tut, das tuet im Namen Jesu!“

Mit diesem Liedruf begleitete die Gottesdienstgemeinde in der Dillinger Christkönigskirche die Einführung des neuen geistlichen Direktors und Vorstandsvorsitzenden der Regens-Wagner-Stiftungen Rainer Remmele. In einem feierlichen Gottesdienst am Montag, den 08. Oktober, überreichte Domkapitular Prälat Peter C. Manz in Vertretung des Protektors Bischof Dr. Konrad Zdarsa Pfarrer Remmele das Ernennungsdekret.
Provinzoberin Sr. Michaela Speckner brachte in ihrer Begrüßung die Erleichterung und Freude aller Mitwirkenden bei Regens Wagner zum Ausdruck: „Wir atmen auf!“, so Sr. Michaela Speckner, da nun nach dem bewegenden Tod des Amtsvorgängers Monsignore Hans Appel und einer 5-monatigen Vakanzzeit Pfarrer Rainer Remmele das Erbe von Johann Evangelist Wagner in die Zukunft führe. Die Provinzoberin begrüßte neben Prälat Peter C. Manz, den ehemaligen Direktoren Prälat Konstantin Kohler und Prälat Hans Frieß, Caritasdirektor Dr. Andreas Magg aus Augsburg, Caritasdirektor Franz Mattes aus Eichstätt, Dekan Johannes Schaufler, Regens Martin Straub (Priesterseminar Augsburg), Pfarrer Bernhard Schönmetzler (KLB) und dem Dillinger Stadtpfarrer Wolfgang Schneck viele weitere Priester, die durch ihr Kommen die Verbundenheit mit Regens Wagner und Pfarrer Rainer Remmele zum Ausdruck brachten.
In seiner Predigt betonte Prälat Peter C. Manz, dass die Grundlage für das Wirken im sozialen Bereich das christliche Menschenbild sei. „Der Dienst speist sich aus dem Lebensbeispiel Jesu.“ Damit stehe die Hinwendung zum Menschen im Vordergrund und nicht das Festhalten an Ideologien und Programmen. Ohne Diakonie verliere die Kirche ihre Wahrheit. „Du bist der richtige Mann am richtigen Ort“ bestätigte er an Rainer Remmele gerichtet die Entscheidung des Bischofs und wünschte dem neuen geistlichen Direktor „Gottes Kraft und Gottes Nähe!“
Symbolisch schickte Prälat Manz den neuen Direktor zu den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die von Regens Wagner betreut werden, zu den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den 14 regionalen Zentren und in der Direktion, zu den Dillinger Franziskanerinnen in den Regens-Wagner-Stiftungen, zu den Angehörigen der Menschen mit Behinderung sowie zu den Vertretern der Öffentlichkeit. Sie alle führte Rainer Remmele an den Altar und machte damit die Vielfalt und die große Gemeinschaft der Menschen, die mit Regens Wagner verbunden sind, deutlich. Das facettenreiche Leben bei Regens Wagner zeigte sich auch an den Mitwirkenden im Gottesdienst: einem Chor der Schwestern, der Band der Theresia-Haselmayr-Schule, den Schülerinnen und Schüler der Regens-Wagner-Schule sowie dem Gebärdenchor aus Dillingen. Zudem waren Vertreter der einzelnen Regens-Wagner-Einrichtungen in die Gestaltung eingebunden und brachten beim Gabengang die Regens-Wagner-Bibel, eine Regens-Wagner-Kerze sowie Brot und Wein zum Altar.
Viele Gäste folgten nach dem Gottesdienst der Einladung von Sr. Antonia Stegmiller, stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, zum anschließenden Festakt. Dort stimmte eine Trommler- und Rhythmusgruppe hörgeschädigter Kinder von Regens Wagner Hohenwart die Gäste auf ein buntes und heiteres Programm ein. Ein hörgeschädigter Pantomime zeigte eindrucksvoll, dass man auch ohne Worte den neuen Direktor herzlich willkommen heißen kann. Musikalisch brachten sowohl Studierende der Fachakademie von Regens Wagner Rottenbuch als auch die Gesamtleitungen der regionalen Regens-Wagner-Zentren auf kreative und sehr unterhaltsame Weise ihre Wünsche an den neuen Direktor zum Ausdruck.
Nach den Grußworten von Ministerialdirektor Burkhard Rappel sowie von Dillingens zweitem Bürgermeister Franz Jall richtete Rainer Remmele persönliche Worte an die Gäste. Er fühle sich auch angesichts der großen Verantwortung für ein Werk mit über 5.500 Mitarbeitern/innen, das mit seinen vielfältigen Diensten und Angeboten über 7.500 Menschen mit Behinderung betreut, vor allem neugierig und wissensdurstig. Er möchte die Menschen kennenlernen, „die hinter Regens Wagner stehen, die bei Regens Wagner leben, wohnen, lernen, arbeiten, begleiten, mitsorgen, zur Hand gehen und Verantwortung tragen.“
Beeindruckt habe ihn bisher bei Regens Wagner die Lebensfreude und das Lebensglück der Menschen mit Behinderung, die Kompetenz und Leidenschaft der Mitarbeiter/innen und Schwestern und die menschenfreundliche, gottvolle Kultur des Umgangs miteinander. Ihm sei es wichtig, dass pädagogische Konzepte den Menschen in den Vordergrund stellen. „Der Mensch, der einzelne, der konkrete, ist der Maßstab für den Weg der Begleitung.“ Orientierung gebe ihm in seiner neuen Aufgabe als Direktor bei Regens Wagner das Evangelium, „die alles entscheidende Richtschnur für unser Denken, Planen und Handeln“, sowie die Gründerpersönlichkeit Johann Evangelist Wagner, der „in einzigartiger Weise bemüht war, die Dogmatik und die Pastoral zu einem Einklang zu bringen. Was er glaubte, das lebte er.“
Zum Abschluss der mehrstündigen Feier stimmte die große Festgemeinde in die Hymne von Regens Wagner Hohenwart „Ich gehör dazu“ ein.


Hintergrund-Informationen:

  • Regens Wagner bietet für Menschen mit Behinderung breit gefächerte und regional ausgerichtete Angebote und Dienste in 14 regionalen Zentren in Bayern an. Derzeit (Stand: 31. Dezember 2011) arbeiten bei Regens Wagner mehr als 5.600 Mitarbeiter/innen in Voll- und Teilzeit. Ca. 7.500 Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren mit Hörschädigung, Sprachstörung, Lernbehinderung, geistiger Behinderung, Teilleistungsstörung, psychischer Behinderung, körperlicher Behinderung, altersbedingter und chronischer Erkrankung sowie sonstigen Beeinträchtigung werden von Regens Wagner beraten, gefördert und betreut. Regens Wagner bietet verschiedene Dienstleistungen im Bereich Bildung und Ausbildung, Arbeit und Beschäftigung, Wohnen, Beratung und ambulante und mobile Dienste an. Als kirchliche Institution ist das Regens-Wagner-Werk den Grundsätzen der christlichen Lebensgestaltung verpflichtet.
  • Seit Gründung von Regens Wagner arbeiten Schwestern des Ordens der Dillinger Franziskanerinnen eng mit den Stiftungen zusammen, heute in der Rechtsform der „Provinz der Dillinger Franziskanerinnen in den Regens-Wagner-Stiftungen“.
  • Pfarrer Rainer Remmele wurde 1962 in Illertissen geboren, 1987 erfolgte seine Weihe zum Priester. Nach zwei Jahren in der Augsburger Pfarrei St. Georg wurde er Regionaljugendseelsorger im Unterallgäu. Zugleich half er im Pfarrverband Grönenbach mit. Als Diözesanpräses des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ) wirkte er in den Jahren 1994 bis 1997. Acht Jahre lang lei¬tete er von 1995 bis 2003 als Pfarradministrator die Pfarrei Hirblingen. Von 1997 bis 2003 war er außerdem Landvolkseelsorger in Bayern und zusätzlich Assistent des Landvolkseelsorgers Paul Wolfrom in der Diözese Augsburg. Ab 1999 leitete Rainer Remmele die Katholische Landvolkbewe¬gung der Diözese Augsburg seelsorgerlich, 2003 erfolgte zusätz¬lich seine Berufung zum Direktor der Katholischen Landvolkhochschule Wies.

Informationen und Angebote der Regens-Wagner-Stiftungen und ihrer regionalen Zentren im Internet unter www.regens-wagner.org

 

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Bildungsprogramm Regens Wagner Lauterhofen 2017 in PDF:

 

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